Rotlichttherapie gegen Akne und Entzündungen: Wie Licht der Haut hilft

von Sandra R. 

publiziert August 8, 2023

Mit Akne und Entzündungen der Haut ist oft ein enormer Leidensdruck für die Betroffenen verbunden. Es handelt sich dabei nämlich nicht nur um kosmetische Probleme, sondern auch solche, die sich negativ auf das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität auswirken.

 

Wer schon einmal von derartigen Problemen betroffen war, der weiß, dass die Suche nach effektiven Behandlungsmethoden langwierig und mühsam sein kann. Eine vielversprechende Alternative im Kampf gegen Akne bietet die Rotlichttherapie.

 

In diesem Artikel möchten wir uns damit beschäftigen wie Rotlicht bei Akne wirkt und praktische Tipps für die Anwendung geben. 
 

Was versteht man unter Rotlichttherapie? 

Bei der Rotlichttherapie handelt es sich um eine Form der Therapie, bei der Licht im roten und nahinfraroten Spektralbereich zum Einsatz kommt. Sie ist vielversprechend zur Behandlung verschiedener Hauterkrankungen und zur Schmerzlinderung. 

 

Das Licht dringt tief in die Hautschichten ein und stimuliert dort verschiedene biologische Prozesse, die heilend und regenerativ wirken können.

 

Die Rotlichttherapie ist nicht nur bei Akne wirksam. Auch in der Physiotherapie wird sie oft eingesetzt, um Muskel- und Gelenkbeschwerden zu lindern. Beliebt ist sie unter anderem deshalb, weil es sich um eine nicht-invasive, schmerzfreie Methode handelt, die sowohl zu Hause als auch in klinischen Einrichtungen angewendet werden kann.
 

Die Wirkung der Rotlichttherapie bei Akne und Entzündungen

Um zu erklären, wie die Rotlicht Therapie bei Akne wirkt, müssen wir uns zunächst einmal ansehen, wie Akne eigentlich entsteht.

Pickel und Akne treten auf, wenn die Haarfollikel durch Öl, abgestorbene Hautzellen und Bakterien verstopft werden. Durch diese Verstopfungen kommt es zu Entzündungen, die dann in Form von Pickeln, Mitessern oder Knötchen in Erscheinung treten. Auch wenn Akne meist während der Pubertät auftritt, können ebenso Erwachsene davon betroffen sein. 

Rotlicht reduziert Entzündungen: Es dringt tief in die Haut ein und verbessert die Durchblutung. Es werden entzündungshemmende Stoffe freigesetzt. 

Infrarotlicht fördert die Wundheilung: Die Produktion von Kollagen und anderen Proteinen in der Haut wird angeregt. Diese sind wichtig für die Regeneration des Hautgewebes und helfen dabei, Aknenarben schneller und effizienter zu heilen.

Rotlicht tötet Bakterien ab:  Studien haben gezeigt, dass Rotlicht auch antibakterielle Eigenschaften besitzt. Diese können bei der Bekämpfung von Bakterien, die Akne auslösen, hilfreich sein.

Rotlicht reguliert die Talgproduktion: Wer unter Akne leidet, hat meist auch eine übermäßige Talgproduktion. Diese gehört zu den Hauptursachen bei der Entstehung von Pickeln. Rotlicht kann die Aktivität der Talgdrüsen regulieren und somit die Entstehung neuer Hautunreinheiten verringern.

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Wirkt Rotlicht auch bei anderen Hautentzündungen?

Neben Akne gibt es noch eine Reihe anderer entzündlicher Hauterkrankungen. Auch hier kann man mit der Rotlichttherapie oft gute Erfolge erzielen.

Bei den folgenden Hautprobleme hat sich die Behandlung mit Rotlicht ebenfalls bewährt:

Rosacea: Hierbei handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, die zu Rötungen im Gesicht und sichtbaren Blutgefäßen führt. Durch Rotlicht lassen sich die Rötungen verringern und das Hautbild im Allgemeinen verbessern. 

Psoriasis: Dieses Hautproblem wird durch überaktive Immunzellen ausgelöst, die zu einer sehr schnellen Vermehrung von Hautzellen führen. Es entstehen rote, schuppige Flecken auf der Haut. Rotlicht kann dafür sorgen, dass die Aktivität der Immunzellen eingeschränkt wird und die Symptome der Psoriasis gelindert werden.

Ekzeme:  Unter Ekzemen versteht man trockene, juckende und entzündete Hautstellen. Rotlicht fördert deren Heilung und kann neuen Ekzemen vorbeugen. 

Akne inversa: Dies ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, die durch wiederkehrende Entzündungen und Abszesse in den Hautfalten gekennzeichnet ist. Typischerweise sind Achselhöhlen, Leisten, der Genitalbereich oder der Bereich unter den Brüsten davon betroffen. 

Neurodermitis: Betroffene leiden in der Regel unter starkem Juckreiz, Trockenheit und Rötungen der Haut. In einigen Fällen können auch hier durch Rotlichttherapie gute Erfolge erzielt werden, da Entzündungen eingedämmt werden und Juckreiz gelindert wird. 

Hilft Rotlicht auch bei Aknenarben? 

Rotlichttherapie kann auch bei der Behandlung von Aknenarben sinnvoll sein. Sie regt die Kollagenproduktion an und dadurch kann das Erscheinungsbild von Narben verbessert werden. Auch die Zellregeneration wird gefördert, was die Heilung von geschädigtem Gewebe beschleunigt.


Durch eine regelmäßige Anwendung von Rotlicht kann die Hauttextur im Allgemeinen verbessert  und Aknenarben geglättet werden. Noch dazu ist die Behandlung komplett schmerzfrei und meist gut verträglich. Spezielle Rotlichtgeräte können auch ganz unkompliziert Zuhause angewendet werden.

Tipps zur Anwendung der Rotlichttherapie

Damit bei der Verwendung von Rotlicht stets deine Sicherheit gewährleistet ist und du gute Erfolge erzielst, solltest du dich an folgende Anwendungstipps halten: 
 

1. Das richtige Gerät wählen

Rotes Licht sollte im Bereich von 600 bis 650 nm und infrarotes Licht im Bereich von 800 bis 850 nm abgegeben werden. Diese Wellenlängen sind am effektivsten, weil sie tief in die Haut eindringen. Stelle außerdem sicher, dass das Gerät mit Sicherheitszertifikaten ausgestattet ist. Im Idealfall wird es von dermatologischen Fachverbänden empfohlen.

 

2. Haut vor der Anwendung reinigen

Entferne vor der Anwendung deiner Rotlichtlampe Schmutz, Öl und Make-up von deiner Haut. So wird die Lichtaufnahme verbessert und die Behandlung wirksamer.

Keine lichtempfindlichen Hautpflegeprodukte verwenden

Es gibt Pflegeprodukte, durch die die Haut lichtempfindlicher wird. Dazu gehören beispielsweise Produkte mit Retinol oder AHA/BHA-Säuren. Diese sollten vor der Rotlichttherapie nicht benutzt werden, um Irritationen zu vermeiden.

 

3. Auf die richtige Anwendungsdauer achten

Zu Anfang solltest du mit eher kurzen Sitzungen von etwa 10 Minuten beginnen. Bei Bedarf kannst du die Dauer dann schrittweise steigern. Eine Überhitzung der Haut sollte allerdings in jedem Fall vermieden werden.

Für die besten Ergebnisse sollte die Rotlichttherapie 3 bis 5 Mal pro Woche durchgeführt werden.


4. Die richtige Pflege nach der Behandlung
Nach der Rotlichttherapie ist die Haut besonders aufnahmefähig für Pflegeprodukte. Trage
eine feuchtigkeitsspendende Creme oder ein Serum auf, um die Haut zu beruhigen und zu pflegen.

Die Haut kann nach der Rotlichttherapie lichtempfindlicher sein, daher ist es ratsam, Sonnenschutzmittel aufzutragen, wenn du anschließend nach draußen gehst.

Unser Fazit

Die Rotlichttherapie kann eine wirksame Methode gegen Akne und andere entzündliche Hauterkrankungen sein. Sie sollte jedoch idealerweise als Teil eines umfassenden Hautpflegeplans betrachtet werden und mit anderen Behandlungen ergänzt werden. Bei Aknenarben ist z. B. eine Kombination mit chemischen Peelings oder Microneedling vielversprechend.

 

Bei akuten Hautproblemen empfiehlt es sich, die Behandlungsmöglichkeiten mit einem Dermatologen zu besprechen. 

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